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Neuer Röhrenspeicher im Saarstahl-Werk Neuenkirchen spart deutlich Energie

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Autor: Redaktion

Neuer Röhrenspeicher im Saarstahl-Werk Neuenkirchen spart deutlich Energie
Beim Transport der Röhren waren einige enge Kurven für die Fahrer zu meistern. Quelle: Saarstahl AG / Dirk Martin

Der neue Röhrenspeicher auf dem Gelände der Saarstahl AG in Neunkirchen, „Nachfolger“ des im Juni2020 rückgebauten Gasometers, spart im Vergleich zu seinem Vorgänger die Energie von rund 600Neunkircher Haushalten pro Jahr, oder in Zahlen: 2.500.000kWh, ein. Seit Anfang 2020 werden die Hubbalkenöfen im Saarstahl-Werk Neunkirchen mit reinem Erdgas befeuert. Bei der nun in Betrieb genommenen Anlage handelt es sich um einen Zwischenspeicher zur Abdeckung der Lastspitzen in der Gasversorgung der beiden Hubbalkenöfen. Der Clou dabei: Nach Fertigstellung der Anlage ist nichts mehr von ihr zu sehen. 

Die Röhren des Speichers befinden sich unter der Oberfläche des Werksgeländes. Mehr als 8Mio.€ hat Saarstahl in die Umstellung der Öfen auf Erdgasbetrieb sowie in einen neuen sogenannten Röhrenspeicher als Ersatz des Gasometers investiert. Das Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren mehr als 100Mio.€ in die Modernisierung des Werkes Neunkirchen investiert und setzt mit diesem Schritt den Weg zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Produktion am Standort fort. 

„Mit dem neuen Röhrenspeicher zeigt Saarstahl, dass wir auch in schwierigen Zeiten Verantwortung für eine nachhaltige Produktion und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Neunkirchen übernehmen“, sagt Werksleiter Thomas Nikolay. 

Der neue Röhrenspeicher arbeitet deutlich effizienter und kostengünstiger als der frühere Scheibengasbehälter und konnte deutlich kleiner gebaut werden, da das Brenngas im verdichteten Zustand gespeichert wird. 

Der Erdgasspeicher besteht aus zehn nebeneinander und bis zu 4m unter der Geländeoberfläche liegenden Röhren mit einem Gesamtvolumen von ca. 1.000m3. Die Länge der Speicherröhren stellte besondere Anforderungen an die Logistik: Schwerlasttransporter lieferten die 32,5m langen Rohre auf das Werksgelände und ein 300-t-Kran mit einem Radius von fast 80m hievte anschließend die Rohre in die 69x25m große Baugrube. Hier wurden jeweils zwei Rohre zu einer 65m langen Röhre zusammengeschweißt. 

Alle Daten auf einen Blick: 

  • Anzahl der Röhren: 10 Stück 
  • Länge: jeweils 65 m (aus zwei 32,5 m) 
  • Durchmesser: 1.40 m 
  • Wandstärke der Röhren: 14,2 mm 
  • Gesamtvolumen geometrisch: 1.000 m3 
  • Maximaler Druck: 32 bar 
  • Maximales Gasvolumen: ca. 32.000 Nm3 
  • Baujahr 2020 

 

(Quelle: Saarstahl)